Im Laufe des heutigen Tages machen wir einen Abstecher zum Bowali Visitor Centre. Das Besucherzentrum am Ortsrand von Jabiru informiert über Flora und Fauna des National Parks. Vierzig Kilometer weiter nördlich von Jabiru liegt der Ubirr Rock.

Vorbei an den wunderschönen Felsmalereien führt ein Pfad hinauf zu einem Ausichtpunkt. Hoch über den Magela Flood Plains geniessen wir den herrlichen Sonnenuntergang. Wir beschliessen ganz in der Nähe vom Ubirr Rock unser Camp aufzuschlagen. Jetzt wird es aber Zeit. Im Dunkeln spannen wir noch das Moskitonetz übers Auto, denn es wimmelt hier nur so von Moskitos. Mist, leider zu spät. Ein paar von den Viechern sind schon im Wagen. Ein Ranger warnt uns noch vor den vielen Moskitos und den vielen Schlangen in dieser Gegend. Da die Mozzies mittlerweile ein Loch in unserem Netz entdeckt haben, verlassen wir fluchtartig den Ort. Doch ausgerechnet jetzt klemmt unser Hochdach. Während wir noch verzweifelt versuchen das Dach zu schliessen, sind wir schutzlos den Moskitos ausgeliefert. Ganze Schwärme überfallen uns und hinterlassen unzählige Stiche an Armen und Beinen. Wir müssen nun sehr langsam fahren. Im Scheinwerferlicht erkennen wir gerade noch eine riesige Schlange vor unserem Auto. Auf teilweise noch überfluteter Strasse erreichen wir gegen 21 Uhr das “Gagudju Crocodile Hotel” in Jabiru. Das Hotel ist in Form eines Krokodils erbaut – im vorderen Teil, dem Maul, befindet sich die Rezeption. Das Zimmer ist nicht gerade billig, aber dafür können zum ersten mal seit Wochen wieder in einem richtigen Bett schlafen.