Für heute ist erstmal Einkaufen angesagt. Wir fahren hinaus zum “Casuarina Square” – dem grössten Shopping Center im Norden Australiens. Über 170 Geschäfte sind hier untergebracht. Stundenlang bummeln wir durch die Läden und kaufen Souvenirs, T-Shirts und allen möglichen Schnickschnack. Für den Abend haben wir den Sunset Market beim Mindil Beach eingeplant. Asiatische Essensstände, Souvenierbuden und jede Menge Kunsthandwerk lassen diesen multikulturelen Nachtmarkt zu einem Erlebnis für jeden Darwin Besucher werden.

Kurz nach Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg zum 130 Kilometer entfernten Litchfield National Park. Berühmt ist dieser Park für seine spektakulären Wasserfälle. Viele kleine Pools laden zum Baden ein. Doch auch hier ist allerhöchste Vorsicht geboten. Nach den letzten grösseren Überschwemmungen warnen Hinweisschilder vor den gefährlichen Salzwasserkrokodilen. An vielen Stellen steht noch das Wasser auf der Strasse. Eine Echse durchschwimmt die überflutete Strasse und hat riesiges Glück, dass wir ihr noch rechtzeitig ausweichen können. Die Temperatur beträgt mittlerweile 35 Grad. In der Mitte des Parks führt eine Buschpiste nach Lost City. Der Weg dorthin ist nur für Geländewagen zugänglich. Dort erwarten uns eindrucksvolle Gebilde aus Sandstein, die an Ruinen einer alten Geisterstadt erinnern. Unser nächstes Ziel sind die Magnetic Termite Mounds. Diese Termitenhügel sind alle in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Hunderte dieser keilförmigen Gebilde lassen die baumlose Landschaft wie einen Friedhof erscheinen. Nach einem langen, heissen Tag finden wir uns am Abend wieder in Darwin ein.

Heute ist unser letzter Tag um Mitbringsel einzukaufen. Also machen wir uns noch mal auf den Weg in die Stadt. Das Klima ist jetzt angenehmer – nicht mehr so schwül. Oder haben wir uns vielleicht schon daran gewöhnt? Wir suchen vergeblich nach einer Waschstrasse für unseren LandCruiser. Leider ist unser Wagen zu hoch und wir müssen ihn wohl oder übel von Hand waschen. Zumindest mal den gröbsten Dreck, denn sonst würde der Autovermieter das Fahrzeug bei der Rückgabe wohl sicher genauer unter die Lupe nehmen. Am Abend heisst es dann Rucksäcke packen – einer Prozedur, bei der es darauf ankommt, jeden Kubikzentimeter Stauraum sinnvoll auszunutzen.

Schade, es geht jetzt wieder nach Hause. Nach über 12.000 Kilometern endet hier im Norden Australiens so langsam unsere Tour. Um zehn Uhr fahren wir zur Autovermietung und geben unseren Wagen ab. Dort entdeckt man, dass unser Aussenspiegel gesprungen ist. Doch kein Problem – wir müssen nicht dafür aufkommen. Auch das Geld für die drei Reifenreparaturen wird uns gutgeschrieben. Die Fahrzeugrückgabe geht schnell und problemlos von statten. Wir lassen uns ein Taxi rufen und fahren anschliessend zum Flughafen. Nach einem zweistündigen Zwischenstop in Singapore fliegen wir zurück nach Frankfurt.