Der nächste Morgen beginnt mit einer Überaschung. Was ist das denn? Wir wundern uns schon beim Aufstehen dass der Wagen etwas schräg steht. Sch…. schon wieder ein Plattfuss. Dieses Mal hinten links. Klasse – mit unserem Mini-Wagenheber macht das Reifenwechseln Laune. Zum Glück sind wir noch nicht auf dem Oodnadatta Track. Hier in Marree können wir wenigstens noch den Reifen reparieren lassen. Der Besitzer des Campgrounds ist gleichzeitig der Eigentümer vom Lebensmittelladen und von der Tankstelle. Für 20 Dollar flickt er uns den Reifen. Mit zwei vollen Tanks – insgesamt 180 Litern und einer halben Stunde Verspätung machen wir uns auf den Weg nach William Creek. Unterwegs sehen wir einen Baum, der voller toter Katzen hängt. Nicht weit davon das Gleiche mit toten Füchsen. Katzen und Füchse stellen in Australien ein grosses Problem dar. Diese vergreifen sich an den einheimischen Beuteltieren. Nach 200 Kilometern Gravel Road ereichen wir William Creek. Zum Hotel kam jetzt noch eine Take Away Bude hinzu. Die Einwohnerzahl hat sich mittlerweile von 2 auf 9 erhöht. Gegenüber vom Hotel befindet sich eine grosse Anzahl alter ausgedienter Triebwerke und Raketen. Wir erkundigen uns nach dem Zustand des Tracks Richtung Oodnadatta. Er ist doch sehr rauh und steinig – dennoch kommen wir gut voran und erreichen gegen drei Uhr Oodnadatta. Das Pink Roadhouse ist wirklich Pink. Sogar der Truck und die Werkzeugkiste in der Werkstatt – einfach alles. Das mit der Werkzeugkiste wissen wir deshalb so genau, weil wir schon wieder einen Reifen reparieren lassen müssen. Mit Entsetzen stellen wir fest dass unser Ersatzreifen Luft verloren hat. Aber die Reparaturen werden immer billiger. Dieses Mal kostet es nur noch 18 Dollar. Jetzt heisst es die verlorene Zeit wieder aufholen. Nach Coober Pedy sind es noch 200 Kilometer. Das Licht ist jetzt besonders schön. Mit 100 Stundenkilometern fegen wir über die Pistenstrasse durch die Moon Plain. Diese gleicht einer endlosen Wüstenlandschaft. In dieser apokalyptischen Weite wurde damals “Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel” gedreht. Der lange Schatten des LandCruisers zeigt uns, dass die Sonne bald untergehen wird. In der Abenddämmerung erreichen wir schliesslich Coober Pedy. Vergleichbar einer riesigen Mondlandschaft, befinden wir uns jetzt im grössten Opalfeld der Welt. Temperaturen von bis zu 50 Grad sind hier keine Seltenheit.