Heute stehen wir um 8:00 Uhr auf. Wir nehmen erstmal ein erfrischendes Bad im Pool der Gunlom Falls. Das Wasser ist eisig kalt. Jetzt sind wir auch hellwach und fit für die Weiterfahrt. In Cooinda mieten wir zuerst einen Platz auf dem Campground und buchen gleich für den nächsten Tag einen Scenic Flight über den Kakadu National Park. Der Weg zum East Alligator River steht trotz der tagelangen Trockenheit noch unter Wasser. Wir machen einen Ausflug zu den Nourlangie Rocks und bewundern die sehr gut erhaltenen Felsmalereien der Aboriginal People. Diese Nacht brauchen wir zum ersten Mal auch unser Moskitonetz. Neben uns auf dem Campground beobachten wir, wie zwei Camper verzweifelt versuchen ihren Wagen Moskitofrei zu bekommen. Keine Chance. Wenn die Biester erst mal drin sind, hat man verloren. Wir haben zwar keine Mozzies im Wagen, schlafen aber trotzdem nicht allzu gut, da es in dieser Nacht drückend schwül ist.

Yeah, heute machen wir einen zweistündigen Rundflug über den Kakadu National Park. Von einer staubigen Buschpiste in Cooinda hebt unsere Cessna ab. Erst von hier oben erkennt man die unendliche Weite des National Parks. Wir sind beeindruckt von der menschenleeren Wildnis, den tiefen Schluchten und den sattgrünen Feuchtgebieten – den Wetlands. Da die Strasse zu den Jim Jim -und den Twinfalls momentan für Fahrzeuge nicht zugänglich ist (zuviel Wasser am Ende der Regenzeit), sehen wir sie jetzt zumindest vom Flugzeug aus. Am Horizont ragt der 500 Kilometer lange Steilabbruch des Arnhem Land hervor. Nach einer holprigen Landung besuchen wir das Warradjan Aboriginal Cultural Centre. Artefakte und Kunsthandwerk vermitteln einen guten Eindruck in die Kultur der Aboriginal People. Eine interessante Gelegenheit die Wasserläufe von Kakadu zu erleben ist eine Bootsfahrt bei Dämmerung auf dem Yellow Waters. Tausende von Vögeln haben sich hierher zurückgezogen. Wasserlilien bedecken die weite Landschft des Billabong und mit etwas Glück entdeckt man am Ufer auch Krokodile im dichten Unterholz.