Die Audi-Tochter AID leitet die selbstfahrende Fahrzeugentwicklung im VW-Konzern.

Die selbstfahrende Fahrzeugentwicklung ist bei zahlreichen Automobilherstellern und Technologieunternehmen in vollem Gange. Im Volkswagen Konzern ist Audi federführend.

Die Marke hat vor etwa eineinhalb Jahren ein Start-up-Unternehmen namens Autonomous Intelligent Driving, kurz AID, gegründet. Das Unternehmen wurde beauftragt, an allen Aspekten der zukünftigen selbstfahrenden Technologie zu arbeiten, einschließlich Software, Hardware, Karten, Kalibrierung und mehr.

An der Spitze des Teams steht Karlheinz Wurm, der CEO des Unternehmens. Ein auf der AIM-Website veröffentlichtes Interview mit Wurm gibt einen Einblick in den CEO und die Mission des Unternehmens.

Wurm kommt von der Microsoft-Tochter Skype, wo er eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Videoanrufen für alle mit Internetzugang spielte. Nach 12 Jahren bei Skype entschied er sich, das Ruder bei AID zu übernehmen und hofft, die selbstfahrende Technologie in die Massen zu bringen, ähnlich wie bei Videoanrufen.

Er stellte fest, dass die Technologie, die in neuronalen Netzwerken, Sensoren und einfacher Rechenleistung verfügbar ist, es den Ingenieuren vor 10 Jahren nie ermöglicht hätte, die selbstfahrende Autotechnik zu erforschen und zu entwickeln, wie sie es heute kann. Wurm sagte, dass selbstfahrende Autos die Art und Weise revolutionieren werden, wie wir die Menschen in den Städten bewegen, und AIM will es den Automobilherstellern und Mobilitätsanbietern, vielleicht wie Uber und Lyft, ermöglichen, in städtischen Umgebungen autonom zu fahren. Er sagte, dass selbstfahrende Autos die Mobilität für ältere Menschen und den sicheren Transport für junge Menschen ermöglichen werden. Laut Wurm werden sie auch die Verkehrsüberlastung reduzieren und die Verweildauer im Verkehr produktiver gestalten.

AID hat das Ziel, bis 2021 ein völlig fahrerloses Fahrzeug auf den Markt zu bringen, das mit den Zielen anderer Automobilhersteller übereinstimmt. Einige, wie General Motors, sagten, dass es eine Flotte von selbstfahrenden Autos für einen Mitfahrdienst im Jahr 2019 einsetzen wird. Googles Waymo führte Anfang Dezember den ersten kostenpflichtigen Fahrgemeinschaftsdienst der Branche im Raum Phoenix ein, um die Fahrer auf einer begrenzten Basis zu testen.

Es wird jedoch wahrscheinlich noch lange dauern, bis die Technologie in Nutzfahrzeuge einfließt. Zahlreiche Vorschriften müssen überwunden werden, und die lokalen Regierungen müssen Rahmenbedingungen schaffen, um einen flächendeckenden Einsatz zu gewährleisten. Auch für die Technologie bleiben Infrastruktur und Klima noch Hürden.

Während AID innerhalb von Audi und dem VW-Konzern insgesamt die Führung übernimmt, hat der deutsche Automobilhersteller seine eigenen Versprechungen gemacht und versucht, in der Branche aufzuholen. VW schloss sich Anfang des Jahres dem selbstfahrenden Autoprogramm von Baidu an und erklärte, dass es bis 2022 einen Mitfahrdienst in Israel einführen werde. Der Autohersteller soll sogar versucht haben, Aurora zu kaufen, eines von vielen autonomen Fahrzeugstarts.

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